Kocht ihr anders, wenn niemand zuschaut?
Nein, nur der Humor und die Wortwahl fallen etwas derber aus ohne Publikum.
Was ist schwieriger: konstant gut sein oder Gäste überraschen?
Konstant gut sein.
— Die Antwort kommt schneller als jede andere. Vielleicht weil genau darin die große Herausforderung liegt: Einen guten Abend kann man planen. Jeden Tag konstant abzuliefern nicht.—
Welche Entscheidung mit Blick auf eure Selbständigkeit war riskant und heute würdet ihr aber sagen, hey das war genau richtig?
Die Investitionen in den Weinkeller und den Weinbestand.
Was war eure härteste Phase und warum seid ihr trotzdem geblieben?
Es ist immer ein Kampf, „selbst und ständig“. Wir bleiben, weil wir überzeugt sind, dass bessere Zeiten wieder kommen. Und, weil Qualität Bestand hat.
Was ist eine unbequeme Wahrheit über Gastronomie, die kaum jemand ausspricht?
Dass das Team die größte Aufgabe ist.
— Für einen Moment wird das Gespräch ernster. Die Herausforderungen kommen nicht als große Schlagzeile daher, sondern im Alltag: Personalplanung, Verantwortung, lange Tage. Die Antwort auf die Teamfrage kommt deshalb ohne jedes Zögern. —
Wenn junge Gastronomen euch fragen: „Wie finde ich meinen Stil?“ Was ist da eure ehrlichste Antwort?
Sammelt Erfahrung in verschiedenen Häusern, über Jahre!
— Silke ist schon wieder auf dem Weg in den Gastraum, Norman ist gedanklich längst wieder in der Küche. Das Interview ist vorbei. Der Arbeitstag noch lange nicht. —